Portrait „Dzimi“ Dzimbowski

Hans Joachim Dzimbowski ist ein Skilangläufer der ersten Stunde. Der pensionierte Lehrer des Gymnasium Hochrad ist zwar bereits seit 15 Jahren im Ruhestand, fährt aber mit seinen 80 Jahren immer noch jedes Jahr mit den Schülern in den Schnee und gibt sein unglaubliches Wissen an die nächsten Generationen weiter.
Schon beim Einsteigen in die Bahn fällt auf, dass alle Kinder ihn einfach nur Dzimi nennen und dass ohne im geringsten respektlos zu wirken. Im Gegenteil, es wird Rücksicht genommen, mit dem schweren Rucksack geholfen und die sehr nette Art der Schüler/innen mit ihm umzugehen fällt sofort auf. „Die Kinder nennen mich alle Dzimi oder Dzimbo das ist völlig ok“, sagt der rüstige Pensionär.

Wenn Jemand Auskunft geben kann über den Wettbewerb, dann „Dzimi“ Dzimbowski!

Wie waren die Anfänge des Wettbewerbs?

Angefangen hat es bei mir 1982 im Harz. Seit 1979 gibt es bei Jugend trainiert für Olympia den Wettbewerb Skilanglauf. Im gleichen Jahr fingen einige für den Skilanglauf begeisterte Lehrer in Hamburg damit an, den Wettbewerb für Hamburg zu organisieren. Ich war damals bereits am Gymnasium Hochrad und wir sind dann 3 Jahre später mit eingestiegen. Seit dem bin ich jedes Jahr dabei!
Nach 5 Jahren sind wir dann 1987 das erste mal zum Bundesfinale gefahren. Es sind dann noch 14 Final-Teilnahmen hinzu gekommen.
Seit 1990 fahren wir nach Finsterau weil die Schneeverhältnisse im Harz einfach zu unverlässlich waren.

Wie siehst Du die sportliche Entwicklung des Wettbewerbs?

Früher war die Strecke sehr viel länger, die Schüler/innen mussten mit 5 km fast das Doppelte laufen. Bis 2006 gab es nur die klassische Disziplin, dann kam das Skating in Mode und heute haben wir beide Techniken. An der Schülerschaft hat sich nicht viel geändert, auch früher hatten wir schon sehr athletische fitte Kinder dabei.
An der klassischen Technik hat sich auch nicht viel geändert, beim Skating sind die Schüler/innen über die Jahre allerdings immer besser geworden.
Kein Vergleich ist natürlich das Material, da gab es enorme Entwicklungen über die Jahrzehnte.

Was fasziniert dich so am Skilanglauf?
Angefangen hat es mit dem Alpin-Skilaufen. Aber dann bin ich zum Langlauf gekommen und habe meine Liebe zu der Landschaft in Norwegen entdeckt. Das Nordische fand ich schnell faszinierender als die überlaufenen Alpen. Die Einsamkeit Norwegens genieße ich auch im Urlaub und zeige dieses tolle Land auch gern meinen Schülern. Seit 30 Jahren machen wir im Herbst eine Klassenreise zum Wandern nach Norwegen. Die Schüler/innen waren immer sehr begeistert!

Was ist das Geheimnis in dem Alter noch so fit zu sein?
Für mich das Wichtigste ist die Bewegung in aller Form. Zu Hause nehme ich immer die Treppe und verzichte auf den Fahrstuhl. Früher bin ich viel gejoggt, jetzt bin ich eher zum Walking übergegangen. Ansonsten geh ich noch Wandern und auf Skitouren.
Ich bin auch noch 1 x die Woche in der Schule zum Langlauftraining. Bei der Begeisterung der Schüler/innen fällt mir das aber auch sehr leicht. Wir üben dann mit Skirollern in den Gängen, so kann ich auch in Hamburg meine Liebe zum Skilaufen an die nächsten Generationen weiter geben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.